„So lebe ich vor mich hin. Nicht zufrieden. Nicht happy. Aber ich bin ich selbst und das ist nichts, wofür ich mich entschuldigen werde, nur weil es nicht der Norm entspricht. Anorexie ist kein Lebensstil. Aber Selbstbestimmung ist einer. Man kann keine scharfe Grenze ziehen, wenn man versuchen will zu verstehen, wo die Krankheit die Überhand gewinnt. Aber man kann sagen, dass manche Menschen es schaffen, mit ihr zu leben und dass dies ihre freie Entscheidung ist und nicht nur immer ihre mentale Benebelung durch irgendwelche Mangelerscheinungen, die nicht einmal vorhanden sein müssen. Zu sagen, es gebe nur das eine oder das andere, das wäre einfach zu trivial. Und bei Menschen haben wir selten Triviallösungen.“

Ana

 

– Viele Bezeichnungen, eine Diagnose. Man findet nicht sonderlich viele Informationen über diese Form der Magersucht, dabei ist sie nicht weniger häufig. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zur Bulimie ist wohl das selbst herbeigeführte Untergewicht (BMI unter 17,5). Ärzte und Therapeuten interessiert die Art der Essstörung eher weniger. Im Gegenteil, ein guter Therapeut wird dieses Schubladendenken garnicht erst in Betracht ziehen, denn Essstörungen sind so individuell wie der Mensch selbst. Es sind dann eher die Betroffenen, die sich von den „Diagnosekriterien“ verunsichern lassen. Doch die Schwere der Essstörung hängt nicht davon ab, wie niedrig oder hoch der BMI ist. Ich würde sogar behaupten, dass meine schlimmsten Phasen häufig zu Zeiten waren, in denen ich noch Normalgewicht hatte und körperlich fit war. Die seelische Hölle, die man da durchläuft, ist an keinen Folgeschäden messbar. Derwahre Krieg findet immer im Kopf statt.

Ich war nie auf Diät. Gleich zu Beginn war es dieses typische „Alles-oder-Nichts“-Denken, das mich in extreme Verhaltensweisen trieb. Ich aß tagelang garnichts und dann wieder zuviel und hasste mich dafür. Als ich mich dann das erste Mal übergab, ahnte ich schon, dass ich womöglich ein Problem hatte. Aber es war ja nur eine „Ausnahme“. Aus dieser Ausnahme wurde ein halbes Jahr später bitterer Alltag. Zwischen abwechselnden Hungerperioden aß und erbrach ich 2-5 Mal am Tag. Wer behauptet, dass man mit kotzen nicht abnehmen könne, liegt da leider falsch. Ich erlaubte mir jedes Nahrungsmittel – solange es nicht verdaut werden würde. Theoretisch wird natürlich trotzdem immer etwas verdaut. Sonst wäre mein Körper wahrscheinlich wirklich verhungert. Das einzige was ich noch mit meinem Gewissen vereinbaren konnte, waren zuckerfreie Kaugummies, Light-Getränke, schwarzer Kaffee und Tee. So nahm ich ziemlich schnell ab. In nicht mal einem halben Jahr von BMI 21 auf 14. Fragen wie „Isst du eigentlich überhaupt mal was?“, brachten mich immer zum schmunzeln. Wenn sie nur wüssten. Sie hätten wohl nicht mal halb so viel essen können wie ich. Hunger- und Sättigungsgefühle kannte ich längst nicht mehr. Das einzige, was ich noch wahrnehmen konnte, war das unerträgliche Völlegefühl nach dem Essen und die angenehme Stille nach dem Erbrechen.

Man sagt, bei der bulimischen Form der Magersucht hat man ausgeprägtere negative körperliche Folgender Krankheit zu befürchten. Insgesamt sei die Prognose schlechter als bei der restriktiven Form. Man hat sozusagen alle Folgeschäden zusammen: Nicht nur die, die das Untergewicht und die Unterernährung verursachen, sondern auch die des regelmäßigen Erbrechens. Kreislaufprobleme, Schwäche und Krämpfe waren an der Tagesordnung. Irgendwann gewöhnt man sich so sehr daran, dass einen die Abwesenheit der Symptome weitaus mehr beunruhigt.

 

 

 

bin fertig… ich kann nicht mehr

Keiner Versteht mich … niemand will mich hier haben . Alles was ich mir wünsche ist in drei Worten auszudrücken : Ich will Sterben ! Doch ich darf nicht. Sie lassen mich nicht . Sie beobachten mich und sperren mich ein …. um mich vor mir selbst zu schützen . Alles worum es denen geht ist überleben . Aber sie müssen ja nicht all die schmerzen , Erinnerungen, die Gedanken , die Mobbingattacken , und diesen Endlosen Kampf aushalten ! Warum darf ich nicht sagen , ich kann nicht mehr und gebe jetzt auf …. warum bestimmen sie über mein Leben ? Wenn ich doch nicht mehr kann ? Ich will das alles nicht mehr . Doch niemand kann diese Schmerzen nachvollziehen . Ich HASSE es hier verdammt !!!! Einfach einschlafen und nie wieder aufwachen …. das wäre es jetzt :/

Borderline

Wie ist Borderline?

 
Ihr wollt wissen wie sich Borderline anfühlt?
Stellt euch vor, ihr verbringt einen ganzen Tag mit der Person die ihr am meisten hasst!
Der Borderliner verbringt jeden Tag 24 Stunden mit der Person die er am meisten hasst oder verachtet oder für am mangelhaftesten hält: Sich selbst!

Wir müssen einfach nur unsere Denkmuster ändern dann wird das besser?
Danke….. wo ist der Knopf um das zu tun?
und wieso sagt ihr nicht einem Diabetiker, er muss mehr Insulin produzieren?
Der Diabetiker weiss, das er mehr Insulin braucht, aber egal wie sehr er es weiss, er kann seinen Körper nicht dazu bringen mehr zu produzieren.

Die meisten Borderliner wissen das die Denkmuster verändert werden müssen, aber sie können es nicht. Der Kopf lässt es nicht zu. Wieso? Weil es keine Denkmuster sind, es ist das Leben!
Das Leben ist für uns ein mühevoll aufgebautes Gerüst aus Neid, Hass, Wut, Angst , Verzweiflung, Scham, Einsamkeit und der Angst Verlassen zu werden. Jede Stange , jede Schraube dient dazu das das Gerüst hält. Wenn wir willkürlich eine Stange rausnehmen, bricht alles zusammen….

Dieser Zusammenbruch würde uns jede Ordnung verlieren lassen.. die Folgen sind unabsehbar. Das Leben wäre meist nicht mehr lebenswert ohne dieses Gerüst… die Folge könnten Suizide sein, oder massive Selbstverletzungen und totaler Kontrollverlust. Kein angenehmes Bild oder?

Wenn sich daran etwas verändert ist es ein kleiner Tod… und vielleicht sogar der letzte Punkt der uns vom Suizid abhält. Deswegen machen Veränderungen solche Angst. Der Kopf schützt sein Gerüst, indem er es nicht ändern kann.
Es muss erst in mühevoller Kleinarbeit eine kleine Stelle am Gerüst gefunden werden, wo der Abbau beginnen kann. Das kann Jahre dauern… aber nur von dieser Stelle aus kann das Gerüst eingerissen werden. An jeder anderen Stelle besteht Lebensgefahr….

Mitten im Tief

Zur Zeit habe ich das Gefühl , dass ich mich im Kreis drehe. Ich bekomme nichts auf die Reihe , und stehe ständig unter sehr hoher Anspannung . Dieses Gefühl nicht richtig aufatmen  und loslassen zu können macht mich fertig . Ich fühle mich wie unter Strom , wie ein Vulkan der jede  Sekunde explodieren könnte . Die Situation scheint aussichtslos , als gäbe es kein entkommen , nur das dunkle Loch in das ich tiefer und tiefer falle , um die Anspannung durch Skills zu lindern , habe ich kaum kraft . Ich kann mich nicht aufraffen und verliere mich dadurch immer mehr . Die ständige Müdigkeit gibt mir den Rest , sodass ich mich am liebsten in meinem Bett vergraben würde , um das Geschehen um mich herum auszublenden . Ich empfinde so viele Gefühle gleichzeitig , das ich sie garnicht mehr wirklich einordnen kann . Ich merke nur , dass mein Herz immer schwerer wird , sodass es sich so anfühlt als könnte ich nicht mehr richtig Atmen . Innerlich ist nichts…. nur leere … Diese Tiefe Leere die mich komplett füllt und irgendwie beherrscht . Ich kann nicht klar denken . Ich könnte schreien . Es fühlt sich so an , als wäre ich in mir selbst gefangen …. Als könnte niemand hinein , aber ich auch nicht hinaus . Eingeengt , Alleine – Ich 

Ich rede mit niemandem . Wenn die Leute wüssten wie es mir geht , dann würden sie sich sorgen machen … Sie würden mich die ganze Zeit beobachten . Und dass will ich Nicht !!!! Ich will keine Aufmerksamkeit … Ich möchte nur Alleine sein und Hoffen und Beten , dass dieser ganze Albtraum einfach nur aufhört . Denn irgendwann kann auch ich nicht mehr . Denn ich bin auch nur ein kleiner , zerbrechlicher Mensch in einem Riesen Universum , nur dass ich dieses Gefühl habe , keinen Platz in dieser Welt zu haben . Denn ich werde verachtet …. „wegen meiner KRANKHEIT “ für die ich nicht mal etwas kann …. Irgendwie schon Traurig , das der Großteil der Gesellschaft so Oberflächlich ist …..

~Stumme_schreie

Hallo <3

Ich bin Stumme_schreie , ich bin Weiblich und leide an Borderline und an einer Essstörung . Ich möchte euch hier einen kleinen Einblick in die Krankheit und mein Leben Bieten , und vielleicht dem einen oder anderen helfen . Durch meine regelmäßigen Einträge hoffe ich , das endlich diese  typischen Vorurteile abgelegt werden können ….

Ich befinde mich zur Zeit in Therapie und kämpfe Tag für Tag gegen mich selbst an .

 

Ich wünsche noch einen schönen Abend 

~ Stumme_schreie